Mein Kumpel & Ich - der Bergbau-Podcast, Folge 15: Udo

Shownotes

„Bergbau war für mich mehr als ein Job – das war meine Berufung.“

In dieser Folge von Mein Kumpel & Ich erzählt Udo Schwamborn seine ganz persönliche Geschichte: Vom Einstieg auf der Zeche bis hin zu seiner Zeit bei der Grubenwehr. Eine Laufbahn, die nicht nur von harter Arbeit geprägt war, sondern vor allem von Stolz, Verantwortung und tiefem Zusammenhalt.

Als Teil einer echten Bergmannsfamilie – bereits in dritter Generation – wurde ihm der Bergbau quasi in die Wiege gelegt. Trotzdem war der Weg nicht selbstverständlich: Zweifel aus der Familie, die Gefahren unter Tage und die Herausforderungen des Berufs waren immer präsent. Und doch wurde genau dieser Weg für ihn zur größten Chance seines Lebens.

Besonders prägend war seine Zeit in der Grubenwehr: Einsätze, Auszeichnungen und das Wissen, im Ernstfall für andere da zu sein – auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Momente, die bleiben und die zeigen, was den Bergbau wirklich ausmacht.

Doch es geht um mehr als nur Arbeit: Es geht um Werte. Kameradschaft, Respekt und vor allem ein Gedanke, den er bis heute weiterträgt:
Denke sozial. Stell dich nie über andere. Achte auf deine Mitmenschen.

Heute gibt er genau diese Erfahrungen weiter – damit die Geschichten, die Kultur und die Bedeutung des Bergbaus nicht verloren gehen.

Viel Spaß mit der neuen Folge Mein Kumpel & Ich!
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Glück auf!

Transkript anzeigen

00:00:05: Glück auf zum Grubenhelm-Podcast, mein Kumpel und ich.

00:00:08: Mein Name ist Matthias Bohm und bin Gründer des Modellabids Grubenhelden.

00:00:11: Wir erzählen mit Klamotte die Geschichte des Bergbaus Die Geschichte meiner Heimat des Ruhrgebiets Und tragen diese raus in die Welt.

00:00:19: Alles was wir bei Gruben Helden machen beruht auf dem Vermechnen des deutschen Steinkohlenbergbaus.

00:00:23: Ohne die harte Arbeit von Hunderttausenden Bergleuten gäb es unsere Klamotte nicht.

00:00:27: Den Kumpels gehört unser ganzer Respekt.

00:00:29: Darum wollen wir sie in diesem Podcast zu Wort kommen lassen.

00:00:31: Mein Kumpel und ich fördert unglaubliche Geschichten aus Tausend Metern Tiefe direkt in deinen Ohr.

00:00:37: Viel Spaß, und Glück auf!

00:01:16: Glück auf!

00:01:49: Ich freue mich, dass wir beiden heute eine neue Folge mein Kumpel und ich drehen dürfen.

00:01:55: Wir kennen uns schon viele, viele Jahre sehr

00:02:00: lange

00:02:01: und du verfolgst die Geschichte von Gruhmenschon von Beginn an und ich durfte von dir ganz, ganz viele Geschichten hören und ich freue mich jetzt, dass die Leute heute deine Geschichte kennenlernen oder erzählen.

00:02:13: ein bisschen über dich wo kommst du weg?

00:02:15: Wo kommst du her?

00:02:15: Wo bist du geboren?

00:02:17: Geboren bin ich in Gelsenkirchen.

00:02:19: Deshalb bin ich auch Schalker und wie ich ein Jahr alt war, da sind meine Eltern nach Essen gezogen, berufsbedingend.

00:02:26: Da ist ja einmal Vatwinessen auf der Zeche angefangen.

00:02:30: Und so bin ich dann auch groß geworden aber gelsenkierchner bin ich wieder Herzblut geblieben.

00:02:36: Vateraufwärtszeche?

00:02:37: Ja, mein Onkel war offensichtlich fast die ganze Familie zwei Brüder von mir.

00:02:43: Wir können selber schon Bechberggeschichte schreiben.

00:02:47: Wie ich zum Bechbau gekommen bin, eigentlich habe ich im Metzger gelernt, vielleicht auch.

00:02:52: Dann hat meine Lehre gemacht und noch als Geselle gearbeitet und dann kam bei der Bundeswehr.

00:02:58: Während der Bundeswährzeit muss sie mich ja schon mal um Arbeit kümmern, wenn ich wieder nach Hause komme.

00:03:02: Da bin ich zu meinem alten Chef hingegangen.

00:03:06: Meister wie sieht das aus mit Kohle?

00:03:09: Der Udo sagt, da kann ich tausend Marken gegeben geben.

00:03:11: Da hat er gesagt, es ist nicht drin.

00:03:13: Ich sage meistens, für tausende magst du dich aber nicht mehr auf.

00:03:17: Er sagte dann, wir müssen mal gucken nach Hause mit dem Vater gesprochen.

00:03:20: Boah, das ist doch gar kein Problem!

00:03:23: Entweder gehst du auch verzichten oder fängst du bei der Stadt als Müllkotscher an?

00:03:27: Weil ich bei der Bundeswehr Klasse zwei gemacht hatte und da haben meine ganzen Kumpels auf Verzicht gewohnt.

00:03:33: Dann hab' ich dann gesagt, ne vorderkommen versuchen wir.

00:03:36: Und so habe ich dann auf Zollverein Angefangen.

00:03:39: Wann war das?

00:03:40: Welches Jahr war es?

00:03:40: Sechsundsiebzig.

00:03:42: Weißt du genau, was?

00:03:43: Datum noch?

00:03:44: Weil ihr die erste Schicht gemacht hast?

00:03:45: Ja ... September!

00:03:48: Wie war dat?

00:03:50: Du kennst ja von der Familie her.

00:03:51: Die ganze Familie auf dem Püt

00:03:53: und jetzt ist der U-Mail... Ich war erst fremdberufig.

00:03:55: War erst über Tage als Maschinenfahrer.

00:03:58: Und dann war ich da vier Jahre.

00:04:01: Dann hab' ich mich bei den Gruppenwehr beworben für Untertage.

00:04:05: Da war am Anfang für mich eine ganz andere Welt Aber es hätte für mich nichts Besseres passieren können.

00:04:13: Wie

00:04:13: alt warst du da, als du auf den Püt angefangen hast?

00:04:15: Auf Zoll vonein?

00:04:16: Zwanzig Jahre, aber ich ...

00:04:18: Ja,

00:04:19: jetzt bin ich siebzig.

00:04:20: Es ist fünfzig Jahre her.

00:04:23: Auf dem Jahr kommt der Diener.

00:04:24: Weißt du noch deinen ersten Tag im Blick wieder dabei, als ihr da aufs Gelände gekommen bist?

00:04:30: Für mich war dann die Datum die erste Untertagefahrt.

00:04:35: Weil der Gruppenwärter nach Untertagen gekommen bin.

00:04:38: Dann war für mich eine ganz andere Welt.

00:04:39: Erst mal der Geruch und den ganzen Umstand, das fand ich richtig ergreifend.

00:04:46: Wann bist du erst mal unter Tage gefahren?

00:04:49: Sechsundsiebzig.

00:04:52: Und dann ... Als im Korb standen sie, was hat das Gefühl?

00:04:57: Wahnsinnig elektrisierend!

00:04:59: Ja?

00:05:00: War für mich schon Erlebnis.

00:05:04: Da war keine Arbeit, da war für meine Erlebnisse.

00:05:07: So hab ich auch die ganzen Jahre durchgemacht.

00:05:09: Na ja, und dann ...

00:05:11: Was hast du unter Tage gemacht?

00:05:13: Ich bin voller Gruben.

00:05:14: Wir sind da angeländen worden, weil ich musste ja zwei Jahre normal als Hauer arbeiten.

00:05:18: Und nach zwei Jahren bin ich angestellter geworden.

00:05:21: Aber die Kameradschaft, das konnte dir gar keiner vorher beschreiben oder war für mich so wichtigste.

00:05:31: Erklär vielleicht mal den Leuten... Also uns gucken ja Leute zu, die nicht aus dem Bergbau kommen.

00:05:37: Vielleicht erklärst du kurz, was die Grubenwehr ist.

00:05:40: Warum du in Orange eigentlich vor mir sitzt?

00:05:44: Die Grubenwehr ist wie die Feuerwehr.

00:05:46: über Tage und unter Tage heißt der Grubenwerr.

00:05:48: Und wir sind dafür da, Leben zu retten, Maschinen zu retnen ... und Brände löschen, verletzt daraus oder tot daraus und et cetera.

00:05:58: Das war für mich ja ergreifend.

00:06:01: Dass ich so die Gelegenheit gekriegt hab Auch nur durch Beziehungen, wenn ich in die Gruppe reingegangen bin.

00:06:08: Aber da war für mich früher so ... Wenn du kein Vitamin B gehabt hast ... Das

00:06:11: ist heute auch noch so!

00:06:13: Ja, das fand ich richtig toll.

00:06:16: Und die Sache, was ich gerade gesagt habe, die Kameradschaft, wie ich dazu kennengelernt hab, dann war für meh der Gelbe vom Ei.

00:06:22: Alleine schon während den Einsätzen, ne?

00:06:25: Weil der erste Mann war für den Letzten zuständig, wenn er im Trubb warst.

00:06:29: und ja, da war's schon auch emotional, weil das immer toll.

00:06:34: Ich bin immer gerne zur Arbeit gefahren.

00:06:38: Manche haben das nicht so gehabt, aber ich bin immer gern zum Pit

00:06:42: gefahren.".

00:06:43: Wie lange warst du bei der Gruppenwehr?

00:06:46: Du bist ja immer noch ... Aber du weißt nicht die Frage.

00:06:49: Aktiv über zwanzig Jahre.

00:06:51: Ich

00:06:53: hab viel erlebt und viele Einsätze gemacht.

00:06:56: War schon eine tolle Sache!

00:06:59: Was war dein ... Spannender Moment, dann witzigster Moment unter Tage.

00:07:04: Wir haben besprochen, dass wir über andere Sachen nicht sprechen.

00:07:09: Was sagst du, wo du dich immer dran erinnern wirst?

00:07:12: Kannst du das so sagen?

00:07:14: Was positiver jetzt, nicht was...

00:07:16: Ja, Sache wie ich gerade gesagt habe, Untertage, die Kameradschaft und einen Einsatz sehen wir auf Brüsselmann damals gemacht haben.

00:07:24: Da waren noch viele Ratten im Einsatz und wir hatten da einen richtig schweren Einsatz.

00:07:29: Und dann ist rausgekommen, dann hast du ihn hingelegt.

00:07:32: Hast dich einfach hingeschmissen... ...und bei dem Eingumpel lief die Ratte so am Arm entlang nach oben, der wollte den so im Ohr knabbern.

00:07:40: Und habe mich so bitte flach an, hab ich die dann weggehauen.

00:07:43: Und alle haben alles am Lachen.

00:07:48: So oder wie sie es war, die ich so mitgemacht habe.

00:07:52: Einsätze selber!

00:07:54: Es waren viele verschiedene Einsätze.

00:07:57: Jeder Einsatz hat seine eigenen Prioritäten gehabt und wir haben ja oben die Einsatzleitung gehabt, Untertage in der Bereitschaftsstelle.

00:08:07: Die Kommunikation war einfach ... Für mich war das ...

00:08:11: Wir gehen mal einen Schritt zurück.

00:08:13: Du hast bei der Bundeswehr bis dann auf den Zeche angefangen?

00:08:18: Ja.

00:08:19: Hast du schon den Essen gewohnt, nämlich an?

00:08:21: Ja!

00:08:23: In dem Zechenhaus, wo du heute wohnst?

00:08:26: Nein.

00:08:27: Das ist ... das war damals ein älteren Haus.

00:08:30: Ich hab auch einen Eigensausgaben, aber aus privaten Gründen muss ich dann nachher abgeben.

00:08:35: Aber jetzt habe ich wieder seit zweitausend Wohnlicht im Zechenhäuschern einen schönen Garten gemacht, der übrigens auch im Fernsehen war.

00:08:44: Schönes Untertrieben, glaub ich.

00:08:47: Wenn du da reinkommst, merkst du, dass du Zeche lebst, oder?

00:08:50: Ja!

00:08:51: Aber auch meine Frau Meine Frau ist Floristin und wir beide haben uns richtig ergänzt.

00:08:57: Und dadurch ist der Garten so richtig toll geworden!

00:09:00: Was macht den Garten besonders?

00:09:02: Du hast mir gerade zwei deine Fotos gezeigt, erzähl den Zuhörer mal ein bisschen was man in deinem Garten entdecken kann.

00:09:08: Ja ich habe eine alte Lohre umgebaut als Gartentisch und dann hab' ich an der Gatenbank komplett aus Untertagerholz und dem Platz das ist mein Liebungsplatz.

00:09:19: Weißt du wo das Untertageholz herkommt oder weich geholt hat?

00:09:22: Und da haben sie mir das gelb.

00:09:24: Wollt

00:09:25: ihr das machen?

00:09:28: Organisieren war alles.

00:09:30: Sehr gut, sehr gut!

00:09:31: Ja wenn du in deinem Garten stehst ja weißt dass du auf jeden Fall den Bergbau sehr nah bist.

00:09:39: Ziehst du die orange Jacke überhaupt aus oder ist halt festgewachsen?

00:09:42: Nein

00:09:43: ich muss zuhause, muss ich die schon ausziehen sonst habe ich Probleme mit meiner

00:09:47: Frau.

00:09:48: Aber jeder kennt Udo Svambon in Orang, oder?

00:09:50: Das ist richtig, dann ist auch mein Leben weil das für mich eine Erfüllung gewesen.

00:09:55: Also ganz am Anfang habe ich dann gar nicht so darüber nachgedacht, aber wie ich dann auch verzichte angefangen habe sowieso auch bevor ich bei der Gurmbär war hab' ich ja auf viele... Ja jetzt haben wir alte Sachen gesehen und die mir dann zu schade waren wegzuschmeißen.

00:10:10: Dann habe ich ganz klein angefangen mitzunehmen.

00:10:13: Und irgendwann wurde die erste Garage voll und ich habe nachher ne bis zu neun Garagen voll gehabt, mittlerweile nicht mehr.

00:10:22: Wie hilft es jetzt bei mir?

00:10:24: Ja, ein paar Hänge voll.

00:10:26: Wir teilen ja eine Leidenschaft als die Sammelleidenschaft.

00:10:29: Die Sammel-Leidenschaft aber ich habe nicht gesammelt damit ich das verkaufen kann sondern um die Bergbaukultur zu erhalten dass unsere Nachkommen auch noch mal wissen denn damit wurde früher gearbeitet und die meisten Sachen also ich sage mal neunzig Prozent die ich hatte oder noch ab die werden weggekommen wie ich gerettet hab Und da bin ich auch richtig stolz drauf.

00:10:54: Also wir sitzen hier in deinem kleinen Museum?

00:10:58: Ja, im Trainingsbergwerk Recklinghausen.

00:11:00: Mein zweites Zuhause!

00:11:05: Hältst du die Gruppenwehr oben, würde ich sagen, die Geschichte der Gruppenwehre?

00:11:09: Erzähl ein bisschen wo wir hier sitzen... Was wir hier sehen bei dir hier?

00:11:14: Wir sind hier im Trainungsbergwerk Rettlinghaus und ich habe hier einen Raum mit Gruppenwährsachen Dekoriert heißt mit Wiederbelehrungsgeräten, Arbeitsgeräte, alten Klamotten die der Bergmann früher getragen hat.

00:11:30: Selbst vor meiner Zeit noch auch hier einige Handwerkzeuge, Kettenzüge und da bin ich richtig stolz drauf dass ich die hier aufbauen durfte und das die Geschichte weiter lebt.

00:11:46: Wenn ich mich so umgucke sehe ich ganz viele Artengerähte haben die Artengeräte mit dem Bergbott zu tun.

00:11:55: Also ich weiß es, aber die Zuhörer sind ständig hell wie so Arten-Geräte.

00:11:58: Mein Arbeitsgerät,

00:11:59: wo ich die meisten Jahre mitgearbeitet habe ist der DG-Hundert-Vierund-Siebzig.

00:12:03: Da ist ein Kreislaufgerät mit dem kann ich bis zur vier Stunden bin von der Atmosphäre unabhängig.

00:12:09: Das heißt aber, wenn ich das Gerät aufsetze, rechnen den Weg zum Einsatzort, den Einsatz selber und dann den Rückweg.

00:12:18: Und da hat er hier groben wirs oder Faustformel Ein Drittel hin und zwei Drittel zurück, weil im Einsatz selber gibt es die nicht manchmal aus.

00:12:28: Da gibts da alles in der Bisse platt.

00:12:30: Und dann baust du wieder zurück um wieder zur Bereitschaftstelle kommen zu kommen muss ich auch wieder noch atmen können.

00:12:38: Was hast Du alles gesammelt?

00:12:40: Also klar hier sehen wir eine Menge Geräte, die du unter Tage brauchtest wenn was passiert ist.

00:12:48: Ja, wie gesagt hier in einem kleinen Museum habe ich hier Arbeitsgeräte wo die Gruppe mitgearbeitet hat.

00:12:55: Wiederbelebungsgeräten auch wieder Belebungs Geräte die vor meiner Zeit noch in Holzkisten stattgefunden haben und eben auch was man im Einsatz selber braucht ob es jetzt ein Seil ist wenn richtig voll qualm ist dann haben wir Führungseile.

00:13:12: Messgerätes sind hier von der Mess- und Regeltechnik.

00:13:16: also Querwit Grubenwehr, alles perfekt.

00:13:20: Du warst dein ganzes Leben lang auf Zollvereinen dann?

00:13:23: Nein nicht mal ein ganzes leben, fünf Jahre.

00:13:25: Fünf Jahre auf Zohlvereinen?

00:13:26: Ja

00:13:27: und dann bin ich zur Grubenwehre gegangen.

00:13:29: Das ist für mich, wie ich gerade schon gesagt habe, das war im Lottogewinn, dass ich das gemacht hab.

00:13:36: Ich hätte das nicht für möglich gehabt aber... ...ich bin ja nachher so reingewachsen, da hat es für mich meine Erfüllung gewesen.

00:13:42: Was macht die Erfüllungen aus?

00:13:44: Warum sagst du, das ist deine Erfülltung

00:13:45: gewesen?!

00:13:46: Die Arbeit bei der Grubenwehr selber, die ganze Umfeldheit, die Kameradschaft.

00:13:53: Der eine setzt sich für den anderen ein.

00:13:55: Das ist für mich persönlich so als die Soziale dabei gewesen.

00:14:01: Die sozialen Kontakte auch während der Arbeitszeit.

00:14:04: Da kann keiner keine beschreiben und das ist wie in einer zweiten Familie.

00:14:08: Manchmal ist es schwer zu erklären für fremd Leute aber... Wenn die meist, wenn die mir zuhören und ich erzähl', dann sagen sie ja.

00:14:17: Da kommt ein Ostiestmerzen, wenn du

00:14:19: erzählst.".

00:14:20: Das war auch nicht immer eine schöne Untertage.

00:14:22: Gerade wenn ihr gerufen wurdet, war natürlich immer ... War nicht so schön oder so?

00:14:27: Wie viele Einsätze hast du ... Wir gehen nicht ins Detail!

00:14:30: Wie viele einsätze hast Du gefahren, wo es nicht so schonen war?

00:14:33: Kannste die ... Ich hoffe nicht so viele.

00:14:36: Kannste nicht zählen.

00:14:37: Je nachdem was da war, ob man jetzt Menschenleben retten musste, Verletzte retten mussten oder rauswollen.

00:14:44: Oder eben Maschinen retten... ...oder eben Brandbekämpfung.

00:14:49: Das war ja unsere Hauptdingung auch.

00:14:53: Irgendwann kann er da brennen und dann wurden Vorsichtsmaßnahmen gemacht mit Trockettierern und Sicherheitsmaßnahme.

00:14:59: Es war schon richtig spannend für mich.

00:15:06: Und das war nachher keine Keine Routine, jeder Einsatz, den wir gewacht haben war immer eine neue Geschichte.

00:15:14: Ihr wart dann ja nicht nur auf einem Bergwerk unterwegs und als zentraler Gruppenwehr seid ihr an verschiedenen Bergwerken unterwegs gewesen?

00:15:20: Nicht an verschiedenen allen!

00:15:22: Wir waren für sämtliche Zechen zuständig weil jede Zeche hat auch ne freiwillige Gruppenwehre und wir sind dann nachher dazubekommen und haben dann meistens weitergemacht.

00:15:35: Aber auch manchmal mit viel Unterstützung der Freiwilligen groben werden.

00:15:39: Auf welcher Zeche waren die meisten Einsätze?

00:15:42: Die meisten Einsätzen, kann ich gar nicht mehr so sagen.

00:15:44: Damals war ja noch die Zechekonsol, Hugo, Prostmann ... Das waren so die Hauptmerke.

00:15:51: Da habe ich auf Prostwald meinen letzten Einsatz gemacht, bevor ich in Rente gegangen bin.

00:15:57: Es ist ein ganz spezielles Jahr für dich sicherlich als Bergmann.

00:16:01: wo die letzte Steinkollege fördert wurde.

00:16:04: Wie viele Bergwerke hast du befahren?

00:16:06: Das ist eine

00:16:09: gute Frage, weil von der Gurbenwehr aus waren wir auch in Schächten, die gar nicht mehr im Betrieb waren, wo wir auch nur Messungen machen mussten.

00:16:18: Du bist manchmal auf dem Acker gefahren und da war ein Deckel und den musste sie dann aufmachen, musste es ja dann Gas proben nehmen, weil da einfach nur ein Schacht war!

00:16:27: Und das war, fand ich da so mit.

00:16:30: War manchmal ganz toll.

00:16:33: Erzähl ein bisschen von deinen Aufgaben bei der Grubenwehr?

00:16:36: Du sagst es gerade, ihr musst jetzt Schächte prüfen oder Gasproben nehmen.

00:16:40: Ihr müsst Menschen helfen unter Tage.

00:16:43: und was passiert ist... Was hast du am liebsten unter Tage gemacht?

00:16:48: Also klar wenn du den Einsatz hast macht das keinen Spaß, wenn er nicht weiß, was passiert aber ... Du hast deine Passion dafür entwickelt.

00:16:54: Ja, also Spaß gemacht haben die Einsätze wo wir Material retten mussten weil da wurde das Können gefordert weil ich auch angeeignet habe mit anderen Kameraden sind ja viele die richtig Bergmanor gelernt hatten und von denen hab' ich mich viel abgeguckt.

00:17:12: Und dann wenn wir dann die einsätze hatten wo wir material retten mußten dann hat er einfach die Vorbereitung um die Maschinen daraus zu holen eine Holzstempel setzen und Sicherheit zum Arbeiten auch gucken, dass nichts passiert.

00:17:27: Das war für mich einfach der Tolster mit.

00:17:30: Wann hast du deine letzte Schicht gemacht oder?

00:17:33: Drei-Tausend drei habe ich die letzte schicht gemacht aber auch nicht unter normalen Vorsetzungen, weil ... Ich hatte mal einen Unfall auf der Zeche, sechsundneunzig.

00:17:44: Und dann zwei-tausend drei wurden die Schmerzen immer schlimmer.

00:17:49: Ich habe gesagt, ich muss mal zum Arzt gehen und dann bin ich so krank ausgefahren.

00:17:53: Und die haben dann festgestellt, dass ich damals bei dem Einsatz den Fußgelenk gebrochen habe.

00:17:59: Das hat man aber damals nicht gesehen.

00:18:02: Dadurch habe ich mir eine ganze Linke kaputt gemacht und musste dann entscheiden, ob wir wieder den Fuß steif legen oder ein neues künstliches Gelenk.

00:18:11: Und damals habe ich mich für das künstliche Gelenken entschieden und brauche richtig.

00:18:16: Da bin ich aber auf vierzehn Monate an Krücken gelaufen ist dann alles wieder so in Ordnung war.

00:18:22: Dann bin ich auch noch in Rente gegangen, aber ganz normal weil ich dann auch neunvierzig wurde und mit Neunvierzig muss ich damals aufhören.

00:18:32: gesetztes Bedingt mit Vollendung, deines ganzen Lebenserwärts darfste den Beruf des Hofs nicht mehr ausüben.

00:18:39: Kannst du dich noch an den Einsatz erinnern, wo du dir den Fuß gebrochen hast?

00:18:44: Oder hast du das gar nicht mitgekriegt unter Tage als ihr da im Einsatz wart?

00:18:47: Ja, tat weh.

00:18:49: Und dann bin ich heute später zum Krankenhaus und ging da noch, weil ich wieder passiert ist weiß ich das noch aber dann möchte ich jetzt auch nicht genau sagen mein Glück war dass ich da beim Halldiener eingetragen habe.

00:19:01: uns hätte es ja nicht als Unfall gegolten und nachhinein Habe ich da aber Glück gehabt.

00:19:07: Die BGB hat das auch alle erkannt, als Unfallwund.

00:19:11: Und an zwei Tausend Drei die letzte Schicht?

00:19:12: Ja.

00:19:14: Wie war das für mich ganz schwer?

00:19:16: Ich hab wieder Arzt mir gesagt, dass ich nie mehr arbeiten kann.

00:19:20: Da habe ich erst mal Tränen geweint.

00:19:22: Weil dann war für mich mein Leben.

00:19:25: Aber ... ich muss dazu sagen, ich hab nach meinem Gesundheit zur Regularierung so viel Sachen gesammelt gehabt und hab dann Also mein Beruf zum Hobby gemacht.

00:19:38: Hab Ausstellung gemacht in Altersheim, in Schwulen und Kindergärten.

00:19:43: Und dann war für mich auch eine ganz tolle Welt.

00:19:47: Weil alleine die Ausstellungen selber manchmal waren gar nicht so toll aber die Vorbereitung in den Altershaien.

00:19:53: Die alten Leute kamen zu mir.

00:19:57: Ich muss ihnen mal was erzählen.

00:19:58: Dann haben sie mir die Anekdoten von früher erzählt.

00:20:01: Und ich hab da noch was im Keller.

00:20:03: Können Sie das nicht gebrauchen?

00:20:06: Darfst du nicht nein gesagt werden?

00:20:07: Nein, konnte ich nie.

00:20:09: Ich wollte mir so leiden und habe auch gerne alles angenommen.

00:20:16: Mehreren Kirchen habe ich eine riesengroße Ausstellung gemacht.

00:20:19: Eine ganz bedeutendste Ausstellung, die war direkt bei mir um der Ecke in der Kirche.

00:20:24: Da haben wir auch riesengroße Bilder aufgehängt von alten Berchleuten.

00:20:28: Und dann kam da zwei alte Dagen, die hatten dann Tränen in den Augen.

00:20:32: Was habt ihr denn, ne?

00:20:33: Hab ich euch geärgert.

00:20:34: Nein!

00:20:35: Wenn dann unser Papa sehen würde, der wird sich freuen.

00:20:39: Ja und das sind so Dinge die für mich, die emotional richtig schon sind.

00:20:46: Ich glaube schon dass du Bergmann von ganz ganz großem Herzen bist den auch nicht rauskriegs aus dir und ich glaub du damit ja... Auch das Erbe des Bergmanns, das Erb des Schwarzen Goldes ist ja auch auf eine gewisse Art und Weise.

00:21:02: wir machen es mit Klamotten Du machst es mit auf deine Art und Weise.

00:21:05: Ja.

00:21:06: Und lässt es nicht vergessen,

00:21:07: so ... Dann ist da eben auch mein Mann.

00:21:10: die Berchburg-Kultur muss erhalten werden.

00:21:13: Ich habe wie ich gerade schon gesagt hab ja früher die viele Ausstellungen gemacht und ich habe damals den Slogan gehabt für jede Ausstellung wenn die Augen eines Bergmanns leuchten weil ich weiß wenn Bergmann eine Ausstellung kam und hat die Sachen gesehen oder er sagt doch wie habt ihr das gemacht?

00:21:30: Wo hast du das her?

00:21:32: Das ist für mich dann richtig schön gewesen, dass ich die Sachen gerettet habe und dass die Leute das noch anerkennen.

00:21:38: Das war mit auch Highlights gewesen.

00:21:42: Dann wurde in Essen auf Zollverein ein Hotel eröffnet?

00:21:47: Ja!

00:21:48: Und

00:21:48: man kann mit dir zusammen schlafen?

00:21:51: Ja aber hat ja ganz anders angefangen.

00:21:53: Ich hab damals mit dem damaligen Chef von der Stiftung mit den Professor Noll.

00:21:58: Der hat mich dann gefragt, da wird ein Hotel gebraucht ob ich da dekorieren helfen könnte.

00:22:02: Boah ich sag können wir machen?

00:22:05: und ja dann hat die Sekretärin mich angerufen.

00:22:07: Ja!

00:22:08: Die Leute sind jetzt alle hier.

00:22:09: Können sie mal vorbeikommen?

00:22:11: Ich hab gesagt, das war nur eine Arbeit zu euch in Achtingfirma eben vorbei.

00:22:14: Dann quatschst du mit denen und kommen dann dahin und sagt die Sekreterin zum Jahr, die sitzen alle in dem großen Saal.

00:22:21: Boa ich denk was kommt denn jetzt... Ich da rein und dann saßen die ganzen Schlebsträger von der Rohrkoder vorstand.

00:22:28: Und dann auch in den Hoteliers.

00:22:30: Da hat der Professor dann zu ihm gesagt, ich war mal ganz ruhig.

00:22:34: Erzählte so wie sie das gemacht haben und alles.

00:22:37: Dann habe ich meine Geschichte auch erzählt?

00:22:40: Und dann sagt er der Hotelier.

00:22:43: Ja, das hatte wir wohl an Homebett-Hell bauenen.

00:22:46: Wir wären mit uns freuen wenn wir von dir sagen kriegen konnten.

00:22:51: können wir gerne machen.

00:22:52: Und ich habe mich mit dem Hotel hier, dann habe ich so angefreundet und ich hab dann eine komplette Suite mit meinen persönlichen Sachen auch von meiner Familie da ausgerechnet.

00:23:02: Da ist ein richtig schönes Ding geworden.

00:23:03: Ist empfehlenswert sich das anzugucken.

00:23:06: Man kann da auch schlafen, ne?

00:23:09: Ich hänge da auch...

00:23:10: Dein Zimmer!

00:23:10: Es gibt einen Udo Schwambornzimmer.

00:23:12: Ja,

00:23:12: das ist die Udo-Schwamborn-Suite Einfach schon geworden, mit richtig viel Herzwoll ist Steck da drin.

00:23:20: Ja auch Ausbau, Streckenausbau,

00:23:24: Holzausbau... Über den Bett habe ich einen Türstock-Ausbau gemacht.

00:23:27: Der steht auch.

00:23:29: Da kannst du gegengauern, der gibt nicht um.

00:23:33: Das sind so Geschichten, die ich dann dafür für die Bergburger Tour gemacht hab.

00:23:42: Weil ich da weiß, dann wird nicht verkauft.

00:23:45: Die Sachen bleiben da und genauso wie auch in Regelnhausen hab' ich den Friseursalon komplett umgebaut auf Bergbau.

00:23:53: Da war ich auch richtig stolz drauf.

00:23:56: Ja, Frisormeister der war so begeistert nachher.

00:24:01: Sind so Dinge die immer nicht vergisst.

00:24:05: Der Berghold liegt ja am Herzen oder?

00:24:07: Sehr!

00:24:09: Auch so wie du gerade gesagt hast ...

00:24:26: Was ist für dich Bergbau, oder?

00:24:28: Bergbau ist für mich der zweite Zuhause.

00:24:31: Ich kann mir mein Leben jetzt gar nicht mehr vorstellen, dass ich das ohne Bergbau so lange mitgemacht habe.

00:24:40: Selbst hier im Trainingsberg, wenn ich hier bin und gehe ja in den Berg rein.

00:24:47: Die Luft ist so riesig wie Untertageluft in Dieselgeruch.

00:24:54: Da ist einfach

00:24:54: ... Kommen wir sofort die Bilder von früher?

00:24:57: Richtig!

00:24:58: Wenn er dann auch geht, es knackern unter der Schuhe.

00:25:01: Du bist einfach dann in einer anderen Welt und weißt wie früher war.

00:25:06: Und einfach schön.

00:25:08: Ist das deine Welt oder?

00:25:09: Ja, ist meine Welt.

00:25:11: Aber wie gesagt, ich muss auch meiner Frau sollen das alles mit mir so durchgemacht haben.

00:25:19: Auch die anderen Bergleute und meine Kameraden.

00:25:21: Und die Frauen haben dann viel zu betan, dass es auch so geworden ist nicht nur bei mir.

00:25:30: Deswegen ist der Bergwoch für mich da ein und anders.

00:25:33: Was würdest du offen passiert?

00:25:37: Du und ich irgendwann nicht mehr auf dieser Welt sind die Geschichte nicht mehr weiter erzählen können?

00:25:41: Das macht mich traurig, weil ich mir das schon oft drüber Gedanken gemacht habe.

00:25:45: Alleine so die Sachen, die ich für die Bergbau-Kultur gemacht hab, ob das gezielte Trainingsberg weg ist oder woanders, dass er auch wirklich weiterleben kann.

00:25:54: Klar wir haben ein Bergbaumuseum, wir haben mehrere Sachen, wo Bergbau Sachen ausgestellt werden.

00:26:03: Ich hoffe aber, dass wenigstens noch so was für sich in fünfzig Jahren, das man dann auch über den Bergbruch spricht.

00:26:10: Man entwendet nicht mehr die Lote sein wie heute.

00:26:14: Aber alleine hier, wenn wir hier Führung machen im Drehungsbergwerk und ich hier in der Ecke, in dem Museum wo ich bin, da haben wir schon manchmal Probleme mit Leuten zu finden, die erklären können.

00:26:28: Alleine unter uns!

00:26:30: Und da habe ich schon manchen Kollegen so Ein paar Begriffe gesagt, wenn sie mal hier reinkommen.

00:26:36: Was er denn erzählen könnte?

00:26:38: Dann ist das was mich auch ein bisschen traurig macht.

00:26:41: aber im Inneren denke ich mach das hölllich auf.

00:26:45: Alleine eure Geschichte tut dazu bei meiner Geschichte.

00:26:49: Das Hotel bleibt und die Hotels werden dafür sorgen dass da nichts passiert oder nicht schon...

00:26:56: Was verbindest du mit dem Bergbau Udo?

00:27:01: Ich hab eine richtige Frage.

00:27:03: Ich weiß gar nicht, wie ich da so ...

00:27:06: Vorhin gesagt schon, Kameradschaft natürlich.

00:27:09: Was sind die Werte für dich im Bergbau?

00:27:12: Was macht der Bergbau für dich aus?

00:27:15: Du sagst, du bist froh, dass du das erleben durftest und bei der Gruppenwehr warst.

00:27:20: Was ist das, was dich da fesselt?

00:27:24: Was ist mein Leben so?

00:27:25: Der

00:27:25: ganze soziale Management-Untertage geht.

00:27:29: Kameradschaft, die Kumpels Das ist ein anderes Leben, wie ich gerade schon gesagt habe.

00:27:34: Das ist im Prinzip eine zweite Familie.

00:27:37: Das war mich so fasziniert.

00:27:38: Weil ich ein sozial denkender Mensch bin und weil auch meiner Tochter mit auf den Weg gegeben hat.

00:27:45: Da ist meine Tochter heute sehr stolz darauf, dass sie das von mir mitbekommen hat.

00:27:51: Das isso meine

00:27:53: Geschichte.".

00:27:55: Wir haben gerade schon mal bisschen über deinen Sammelleidenschaft gesprochen.

00:27:58: Wie hättet ihr angefangen?

00:28:00: Der angefangen hat dann eigentlich ganz klein, weil es war auf Erzächerung und da waren da alte Sachen.

00:28:06: Die haben mir gefallen und habe ich einfach gedacht, das ist zum Schaden wegzuschmeißen.

00:28:11: Da war eine alte Lampe.

00:28:12: Das weiß ich noch.

00:28:13: Eine Rundumlampe die hat sich so schön gedreht.

00:28:16: aber wir haben gesagt, brauchen wir nicht mehr kann weg.

00:28:19: Ich hab mich mitgenommen ja und dann hat er immer weiter, dann hab ich das gesehen und das gesehen.

00:28:25: Dann hab natürlich immer gefragt ob ich das mitnehmen darf kam nachher auch die Geschichte mit meinen Kumpels.

00:28:33: Ich hab da was für dich, ne?

00:28:35: Dann kam damals die WHOZ auf mich zu und hat gehört, dass ich so eine Salamweidenschaft habe.

00:28:39: Die haben dann einen Bericht über mich gemacht.

00:28:42: Da kam ein richtiger Stein im Rollen.

00:28:44: Dann kam die Gesellschaft für soziale Diensthaussessen, die haben gefragt, ob ich nicht Ausstellung in Altersheim machen könnte ... Und das hab ich damals auch gemacht und die waren so begeistert, Jetzt

00:28:59: ist erst die erste Garage voll gewesen.

00:29:02: Das hat die Mario in der Dachshow gedacht, als ...

00:29:05: Man hat sie gar nicht gewusst.

00:29:08: Die Marmelin kennt meine Garagen teilweise gar nicht von ihnen wie das auch gar nicht seht!

00:29:13: Sie weiß dass ich diese Sachen hab und irgendwann manchmal war das ganz lustig so Ende des Holats die Auszüge gesehen und wenn sie dann, boah sagst du guck mal, kannst du da immer aufhören?

00:29:25: Ja, ich sag wir gucken mal... Ja, aber mittlerweile habe ich auch schon ein paar wenige, eben auch alles mit den Ibinger-Siebzig geworden und muss gucken dass die Sachen noch unter der Leute kommen ohne das sie nachher im Cortenor landen.

00:29:43: Das ist dein spezielles Stück?

00:29:44: Wovon verbindest du am Mais?

00:29:46: Kann man das sagen?

00:29:47: Bei den Tausenden von Stücken, die du gesammelt hast wird das schwierig.

00:29:51: Aber was sagst du wäre wenn du jetzt so drei Sachen rausnehmen würdest?

00:29:56: Was wär das?

00:29:56: Einmal das Biggie-Hundertvierundsiebzig, mit dem ich oft gearbeitet habe.

00:30:00: Das hängt jetzt im Hotel und dann hab' ich ein paar alte Geräte die ich bekommen hab', wie mir viel bedeuten weil sie von vor meiner Zeit waren.

00:30:11: Da sind so die... da ist auch ein Beartungsgerät und Wiederbelehrungsgeräte gleichzeitig.

00:30:18: Das sind so Dinge die ich am liebsten hab'.

00:30:25: Auch habe ich mich selber meiner Grubenwärtszeit veräfelt.

00:30:29: Ich hab ein Tattoo auf den Brust, was einen Grubenwehr-Einsatz darstellt.

00:30:34: Weil ich wollte etwas haben, das nicht jeder hatte und die meisten haben gesagt, ich wär wahnsinnig.

00:30:39: Wann hast du das fechen lassen?

00:30:41: Das war dann jetzt auch so ... ne, so zwanzig Jahre.

00:30:46: Also Grubenwehr geht bei dir unter die Haut.

00:30:48: So kann man wirklich sagen... Da muss ich immer tief einatmen Grubenwehr und Zeche, Bergbau.

00:30:57: Das ist mein Leben!

00:30:59: Ich möchte das auch nicht missen.

00:31:01: Wenn ich noch mal auf der Welt komme, würde ich sofort den Bergmann sagen Lass mich Bergmann werden Nicht Metzger, wo ich das auch gerne gemacht habe aber weil ich möchte lieber Bergmann in meinem nächsten Leben hoch werden Aber gebe dich ja leider nicht mehr.

00:31:17: Du bist für mich ein Bergmann oder?

00:31:19: Von Leib und Seele von Herz und Leidenschaft.

00:31:22: So

00:31:22: viele Jahre kennen wir uns jetzt, ich freu mich sehr dass wir uns damals kennengelernt haben.

00:31:26: Ich hab von dir eine Menge Geschichte gehört, eine Menge Geschichten die du mir erzählt hast.

00:31:32: Die Geschichte war ja auch wie du mich gefragt hast für New York aber da wegen Dekorationen und wie dann deine Mädchen da und die Jungs angekommen und gesagt was wollen die denn?

00:31:44: Wenn ihr bei mir im Lager reingeht dann seid doch ein bisschen dreckig ne!

00:31:48: Ja, aber die waren begeistert.

00:31:50: Wie die das gesehen haben, haben sie auch das Leuchten.

00:31:52: Obwohl sie nicht wegfragen könnten ... Aber da hat man schon gesehen, das leuchtete in den Augen.

00:31:59: Für die Zuhörer muss ich dazusagen, wir haben Teile aus deiner Sammlung damals mit über den großen Teich nach New York genommen?

00:32:07: Die Teil der Show waren in New York

00:32:13: so.

00:32:13: Da war ich auch stolz drauf.

00:32:14: Auch mit in New-York erzählt.

00:32:16: Nicht

00:32:16: jeder!

00:32:16: Auch, wie er dann die Dokumentarfirmen gemacht haben und dann die Abspannen um einen Namen kamen, war ein bisschen stolz.

00:32:22: Dass ich die Blech mit dazu beigetragen hab, die Bleche weiter zu tragen.

00:32:27: Und auch im Nachhinein, wenn ich eine Ausstellung gemacht habe, hab ich immer gesagt ... Die Sachen waren in New York!

00:32:32: Und da haben die Leute immer geguckt... Da muss sich natürlich die Geschichte ausziehen.

00:32:37: Das sind so Sachen, die gehen im Blut rein.

00:32:41: Das ist mein Leben.

00:32:44: Wenn ... Jetzt ein junger Mann und eine junge Frau dich fragt.

00:32:51: Oder warum hast du das gemacht?

00:32:52: Warum bist du Bergmann geworden?

00:32:54: Angefangen hat er eben, um Geld zu verdienen weil ich wusste dass er auf sich den Geld verdient geht und mein Vater mich dann da reingebracht habe.

00:33:03: aber wer ich baue selber der Begriff nachher der wurde für mich heilig war für mich wie ne Berufung Erst mal auf Verzicht überhaupt anzufangen.

00:33:15: und dann bei der Gummemberg, das war für mich ... Das Beste, was mir passieren konnte.

00:33:20: Und nach zwei Jahren bin ich auch angestellter geworden.

00:33:24: Da war es für mich wie andere Doktortiele erworben haben.

00:33:28: So hab' ich mich gefühlt.

00:33:30: Da warte ich richtig stolz drauf, dass ich das geschafft

00:33:33: habe.".

00:33:34: Was hat der Papa dazu gesagt?

00:33:35: Dass du auf einmal auf dem Püt warst!

00:33:38: Ja, wollte das gar nicht.

00:33:39: Wollte nicht.

00:33:40: Wir erörten, dass ihn unter Tage gehen wollten.

00:33:43: Das sagt doch, wirst du bekloppt ne?

00:33:45: Dann ist es doch gefährlich.

00:33:47: und der weite Weg.

00:33:49: Weil wir kannten ja nur den Weg von Essenkarteberg bis nach Solvain Da konnten sie teilweise laufen.

00:33:54: aber dann die Geschichten, dass er dann weit fahren muss.

00:33:57: Die haben einfach dann doch... Aber wie ich das nachher angefangen habe und wie ich mir die Geschichte erzählt hab, was da passiert ist, da war doch, habe ich gemerkt, dass Er auf mich auch stolz war.

00:34:10: Das hat mir auch gut getan.

00:34:13: Wie viel Generation Bergmann bist du?

00:34:15: Vater und Püt, Opa auf dem Püt.

00:34:17: Ja weiter kann ich nicht... Dritte

00:34:19: Generation.

00:34:20: Brüder!

00:34:20: Meine Brüde, da hab' ich zwei Brüden die Offiziere waren.

00:34:23: Mein Vater, mein Onkel.

00:34:26: Mein Onkel hat ja auch zu verdanken dass ich bei der Gromenwerke landet bin.

00:34:29: Ich weiß nicht was ich sagen darf, aber ich habe meinen Onkel gefragt damals.

00:34:34: Ich sag' Onkel Juppe, ich sage' ich kinder mehrere bei der Grubenwärne und die suchen da Leute.

00:34:38: Du hast dort eine Beziehung, den kannst du mir nicht da reinbrinden.

00:34:41: Sagt er,

00:34:42: du!

00:34:43: Du kannst doch gar nicht saufen.

00:34:44: Warum wirst du bei der Guben wäre?

00:34:46: Ja... aber dann hat er wieder doch ne...

00:34:50: Hast du ja antrainiert?

00:34:51: Nein, ich hab es auch geschafft ohne.

00:34:54: Nein, viel Alkohol zentrinken danach.

00:34:56: Aber da war's schon.

00:34:57: Aber bei den Guben wir selber haben ja... Wir haben zwar auch getrunken, aber dann in Maßen und wenn wir Einsätze haben, da ging das ja gar nicht anders.

00:35:06: Da waren so die lustigsten Sachen dazu.

00:35:09: Wie lange warst du im Sommer auf dem Püt?

00:35:11: Insgesamt ja, seitdem ich zwanzig war.

00:35:13: Also

00:35:14: um neunzwanzig Jahre

00:35:18: bergbar?

00:35:18: Ja.

00:35:18: Wie gesagt, die möchte ich nicht missen.

00:35:21: Im Prinzip ist das für mich viel lotter gewesen im Bergbau und die ganze Geschichte selber mitzuerleben und dann auch nachher weiterzutragen.

00:35:31: Aber da ist auch ein bisschen durch meine soziale Geschichte, die ich von zu Hause aus gelernt habe dass ich in sozialer Leben weiter leben durfte und auch dementsprechend gehandelt habe.

00:35:47: Jetzt sehen wir in einem Revers ein paar Sachen, ein paar Orden.

00:35:53: erzählen wir uns etwas dazu?

00:35:57: Wenn du bei der Gummwärmischküste nach zehn Jahren um nach fünfzehn Jahren die Verdienstkreuz ausgehändigt oder angeheftet für besondere Einsätze.

00:36:08: Weil die Gummwehr Ja auch, ist auf jeden Fall bei der Feuerwehr die Feuerwehr.

00:36:12: Die kriegen das ja auch, dass man dann auch teilweise ein Leben am Spiel gesetzt hat und da bin ich auch stolz darauf, dass ich diese dann auch tragen darf.

00:36:23: Worang ist deine Farbe oder?

00:36:24: Das ist meine Farbe, ja.

00:36:26: Da lebe ich auch mit.

00:36:29: Und die Gurme, die tun ja auch was dafür.

00:36:31: Manche Sachen, die ich privat trage, die trage ich auch gerne mit Herz.

00:36:37: Ich freu mich sehr zu hören!

00:36:38: Wenn

00:36:38: du den Leuten die Zuhören einen Wert mitgeben würdest, was dem Bergbau ausmacht.

00:36:44: Was wäre das?

00:36:45: Leute, denkt dran, denkt sozialen.

00:36:47: Denkt an eure nächsten Menschen, manche brauchen das.

00:36:53: Das ist so mein Wert, den ich auch weiter geben möchte.

00:36:56: Die soziale Geschichte, egal wo, ob in den Backboys oder im privaten Leben ist ... Man soll sich nie über andere stellen immer gleich.

00:37:07: Das ist doch ein schönes Schlusswort, oder?

00:37:09: Vielen Dank, dass du uns ein bisschen reinblicken lassen in deine Lebensgeschichte.

00:37:15: Gerne!

00:37:16: Als Bergmann als Grubenwehrmitglied der über neunundzwanzig Jahre Untertage malungt hat und geholfen hat und der danach über Tage ganz vielen Menschen die Geschichte des Bergbaus weiter erzählt hat damit deine Familiengeschichte nie vergessen wird.

00:37:38: Hoffen wir mal!

00:37:39: Vielen Dank!

00:37:40: Gerne,

00:37:41: Glück auf!

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